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„Du bist einmalig“ von Max Lucado – ein multikulturelles Theaterprojekt für Kinder aus allen Schulformen

Das Theaterstück "Du bist einmalig" erzählt von den Wemmicks, die einander mit goldenen Sternen für die Begabten bzw. grauen Punkten für die "Verlierer" bewerten. Kein Wunder, dass der mit Punkten übersäte Puncinello bald überzeugt ist, nichts wert zu sein. Doch dann lernt er Lucia kennen, ein Mädchen ohne Aufkleber. Woher weiß sie, was sie wert ist? Warum benötigt sie keine Sterne, um glücklich zu sein? Auf der Suche nach der Antwort macht Puncinello eine verblüffende Entdeckung …

 

Der Held der Geschichte erfährt, wie schmerzhaft und frustrierend es ist, abgewertet und abgelehnt zu werden. Als Mensch fällt es uns leicht, sich mit der Hauptperson zu identifizieren, da jeder schon erlebt hat, wie niederschmetternd Ablehnung wirken kann und wie ermutigend wohlwollende Annahme wirkt.
Wie reagiere ich, wenn Schüler/innen wegen ihres kulturellen Hintergrundes, ihrer Sprache, ihres Aussehens, ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, der „falschen Kleidung“ oder wegen Lernschwierigkeiten ausgegrenzt werden?

Das Theaterprojekt sollte einladen, die erstaunliche Wirksamkeit von Annahme, Wertschätzung und Zuneigung zu erspüren, nachdem die Kinder sich zunächst durch rigide Normen der Gesellschaft ausgegrenzt und abgelehnt gefühlt haben. Sie werfen bei den Zuschauern die Überlegungen auf, welche Normen und Werte sie vertreten gegenüber Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen.

Das Projekt
Nach unserem Erfolg mit dem Theaterstück „Karlinchen“ wollten wir gerne ein ähnliches Projekt durchführen. Das größte Problem, welches sich uns bei „Karlinchen“ stellte war - bei all den Terminen, die die Kids heute haben - geeignete Probenzeiten zu finden. Daher erschien uns eine Zusammenarbeit mit den Schulen eine gute Lösung. Dort trafen wir auf offene Ohren, Interesse an einem „Ganztagsangebot“ und auch erfreulicherweise auf finanzielle Unterstützung.
Letztendlich trafen sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 9-12 Jahren der Grundschule Am Jacobitor, des Tilman-Riemenschneider Gymnasiums, der Hauptschule Neustädter Tor und der Realschule auf dem Röddenberg ein Schuljahr lang jeden Dienstag in der Aula der Hauptschule Neustädter Tor um gemeinsam zu proben. Die Leitung der Proben lag in den Händen der Theaterpädagogin Marlis Heringhaus. Ehrenamtliche Unterstützung erhielt sie durch Reinhild Darrelmann und zeitweise von Irmgard Tornow sowie Heidi Bruchmann. Mit fachlichem Rat stand Ruth Milewski, Schulsozialarbeiterin der HS Hauptstädter Tor, dem Team zur Seite.

Zu Beginn lernten die Kids etwas über Körpersprache und Mimik. Der Einsatz der eigenen Stimme wurde ebenfalls ausgiebig geschult und erprobt. Das war auch notwendig, denn Herr Kahl von der Kreismusikschule übernahm die musikalische Leitung des Stückes und peppte die Lieder richtig auf, so dass aus dem Theaterstück eigentlich ein kleines Musical wurde.

Um sich etwas bei den „richtigen Schauspielern abzugucken“ schnupperten die Kids bei der Aufführung von „Peter Pan und die Insel der verlorenen Jungs“ im Deutschen Theater in Göttingen mal Theaterluft. Im Anschluss an das Stück erhielten sie Einblicke in die Requisitenkammer, die Schneiderei sowie die „Maske“ des Theaters.

In den letzten Wochen vor der Aufführung war der Probenaufwand enorm. Nicht nur das jetzt auf der Bühne in der Wartbergschule geübt wurde, die Ton- und Lichttechnik eingerichtet werden musste, lange Musik- und Gesangsproben zusammen mit dem Keyboardensemble stattfanden – draußen lachte zudem die Sonne und die nahenden Sommerferien taten ein Übriges. Die Nerven vieler Beteiligter lagen blank.
Doch alle Mühen hatten sich gelohnt. Ute Dernedde von der Freiwilligen Agentur OHA des Paritätischen begrüßte im Namen der Organisatoren die zahlreich erschienen Gäste, gab Informationen zum Werdegang des Projektes und verlas vom Schirmherren, Ehrenbürgermeister Wolfgang Dernedde - der leider krankheitsbedingt verhindert war- ein Grußwort.

Alles lief gut so dass, das begeisterte Publikum die Schauspieler mit einem langen Applaus belohnten. Ein toller Erfolg. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Trommelgruppe der Hauptschule Neustädter Tor und die Schulband des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums.

Das Projekt wurde von EFi (Elternarbeit + Frühe Hilfen + Migrationsfamilien), der Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz und teilnehmenden Schulen gefördert.

Initiatoren:

  • Angela Zölke, Migrationsberatung im Internationalen Treff Kooperative Migrationsarbeit, StarQ
  • Armin Günther, Rückenwind e.V.
  • Ute Dernedde, FreiwilligenAgentur OHA des Paritätischen

 

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