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FreiwilligenAgentur OHA des Paritätischen organisierte Rollatoren - Sicherheitstraining

Bald mehr Rollatoren als Kinderwagen auf den Straßen

Senioren absolvierten Sicherheits- und Mobilitätstraining

(cd). Für viele ältere Menschen ist der Rollator Fluch und Segen gleichermaßen. Nur durch diese fahrbare Gehhilfe können sie überhaupt noch mobil sein, doch im täglichen Gebrauch stellt für manche schon ein Bordstein ein Hindernis dar.

 

"Wir werden in Zukunft mehr Rollatoren als Kinderwagen auf unseren Straßen haben", sagt Dieter Armbrecht vom Team der Verkehrssicherheitsberatung der Polizeiinspektion Northeim/Osterode. Und je größer die Anzahl der Rollatoren im Straßenverkehr werde, desto umsichtiger müsse man in Bezug auf deren Sicherheit werden. Aus diesem Grund bot die Freiwilligen Agentur OHA des Paritätischen in Kooperation mit dem Seniorenservicebüro des Landkreises Osterode am Montag und Dienstag erstmals ein Training für den sicheren Umgang mit dem Rollator an.

Etwa 20 Senioren -und auch mehrere ehrenamtliche Helferinnen- konnte Ute Dernedde (von der Freiwilligen Agentur OHA des Paritätischen) begrüßen, bevor der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Hameln, Polizeihauptkommissar Andreas Hinz übernahm und den Senioren manchen Tipp gab, der einleuchtend klingt, den man sich jedoch erst einmal bewusst machen muss, um ihn auch in alltäglichen Situationen automatisch anzuwenden. Stufen, so Hinz eingangs, seien grundsätzlich ein Problem, egal ob an Hauseingängen, im Bus oder in Form des Bordsteins an der Straße. Eine Stufe hinauf oder hinab sei meist aus eigener Kraft zu schaffen, doch schon ab der zweiten werde es schwierig und das Unfallrisiko steige. "Es lässt sich nicht alles alleine bewältigen", riet er deshalb grundsätzlich, "scheuen Sie sich nicht, Leute anzusprechen."

Anhand einiger Demonstrationen zeigte Hinz, wie sich die Standfestigkeit des Gerätes ändert, wenn man es zum Einkaufswagen umfunktioniere. Beim Beladen sollte man immer darauf achten, dass sich der Schwerpunkt zwischen den Rädern befindet, damit das Gerät nicht nach vorne oder hinten zu kippen droht.

Weitere Grundvoraussetzung zur Sicherheit sei auch die richtige Höhe der Griffe. Ein Rollator sei nun einmal eine Gehstütze auf vier Rädern und funktioniere somit auch nur optimal, wenn der Benutzer sich aufstütze. Nur dann erfüllen auch die Bremsen ihre Funktion. "Man sollte immer aufrecht zwischen den Hinterrädern gehen", riet Hinz. Genau das wurde von den beiden Polizisten bei jedem einzelnen Teilnehmer überprüft und bei Bedarf angepasst, bevor es für die Senioren schließlich durch den Hindernisparcours ging.

Einen zweiten Teil des Sicherheitstrainings gab es dann am Dienstagnachmittag an der Bushaltestelle an der Stadthalle, wo gemeinsam das Ein- und Aussteigen in und aus dem Bus geübt wurde. "Es ist wichtig für die Senioren, dass sie sich das trauen, weil es für sie häufig die einzige Möglichkeit ist, um an sozialem und kulturellem Leben teilzunehmen", sagte die beiden Polizisten.

Auch hier sei wie bei so vielen anderen Bewegungsabläufen oberstes Gebot, einen Schritt nach dem anderen zu tun und dabei immer auf einen sicheren Stand zu achten.

Beim Ausprobieren an den von der Verkehrsgesellschaft Osterode und der RBB Göttingen zur Verfügung gestellten Busse zeigte sich, dass der Türgriff immer für sicheren Halt sorgt – wenn er denn auch genutzt wird. Wenn man beim Einsteigen auf Hilfe angewiesen ist, wie beispielsweise bei jenen Bussen mit drei Stufen, solle man dem Fahrer dies deutlich signalisieren. "Genau wie der Rollator immer mehr Akzeptanz findet, werden auch die Busfahrer für ältere und Gehbehinderte Menschen sensibilisiert", machte Armbrecht deutlich. Und auch für die Helfer gab es Tipps, wie man den hilfebedürftigen Menschen am Unterarm stützt und ihm vor allem zunächst einmal das Gepäck abnimmt, um das Einsteigen auch tatsächlich zu erleichtern.

Am Ende waren alle sicher in den Bus eingestiegen, der dann noch eine flotte Runde durch den Kreisel drehte, um zu demonstrieren, was mit ungesicherten Rollatoren bei plötzlichen Bremsmanövern passiert. "Und versuchen Sie nicht, ihn dann festzuhalten, den auf den Rollator wirkenden Kräften sind Sie nicht gewachsen", gab Hinz als letzten von vielen hilfreichen Tipps mit.

Quelle: www.eseltreiber.de
Autor / Fotos: Christian Dolle, 12/04 2013

(Ergänzungen durch die Freiwilligen Agentur OHA des Paritätischen = kursiv)

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